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„Unsere Tiere sind Brückenbauer, sie öffnen Seelen!“

Jülich/Aachen. Für zwölf Flüchtlingskinder bot der Verein „Tiere als therapeutische Begleiter e.V.“ die Möglichkeit an, eine Woche lang mit Hunden und Pferden zu arbeiten. In unterstützender Funktion war das Sozialamt der Stadt Jülich beteiligt.

Vom 25. – 29. Juli 2016 konnte der Verein auf dem Hof der Reitpädagogin Ulrike Kloos in Herzogenrath-Kohlscheid eine tiergestützte Projektwoche durchführen.
Die zwölf Kinder im Alter von sieben bis einschließlich elf Jahren, lernten den Umgang mit den Tieren. Viele Ängste waren schon am zweiten Tag verschwunden.

In verschiedenen Gruppen unterteilt konnten sie ein Hundetraining absolvieren und natürlich auf Pferden reiten. Vereinsmitglieder erklärten den Kindern auch den richtigen Umgang mit Hunden und in gemeinsamer Teamarbeit wurde ein Parcours bewältigt.

Jeden Morgen gab es ein reichhaltiges Frühstück und jeden Mittag ein Picknick, dank einer Spende vom Rotary Club Jülich. Das Projekt wurde mit finanziert durch das „Kümmerer-Projekt“ des Energieversorgers NEW Mönchengladbach und dank der Innecken-Prüss Stiftung, Niederzier.

Der Kontakt zu den Pferden und Hunden sowie zu den jeweiligen Trainern war intensiv.  Mit verschiedenen Übungen und Aufgaben wurden die Flüchtlingskinder gefordert und gefördert.

Die Arbeit des Vereins  „Tiere als therapeutische Begleiter e.V.“ liegt im zwischenmenschlichen Dialog, wobei die Tiere eine wichtige Kontaktbrücke bilden. Die Tiere sind ausgesucht und auf ihre Eignung überprüft. Die eingesetzten Hunde sind zertifiziert.

Ziele des Vereins sind:
– die Förderung von Sensibilität und Wahrnehmung.
– die Förderung eines differenzierten und positiven Selbstbildes.
– die Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen.
– die Überwindung von Unsicherheiten und Kontaktstörungen.
– das Erlernen von Respekt im Umgang miteinander.
– die Entdeckungen eigener Fähigkeiten bzw. diese auch zu nutzen.

Der Gedanke an eine wünschenswerte „gelungene Integration“ zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Gesellschaft und ihre Strukturen. Die Menschen die hier ankommen und bei uns Schutz suchen, müssen die Möglichkeit erhalten sich eingliedern zu können. Das erfordert viel Geduld, Zeit und einen freundlichen aber bestimmten Umgang.

Das Reitprojekt hat allen Beteiligten gut getan, viel Freude bereitet und in jedem Fall wie bei einer ganzheitlichen Behandlung Körper, Geist und Seele angesprochen.
Die Kinder waren so begeistert, dass sie schon nach einen nächsten Termin fragten. Auch der Verein zieht ein positives Fazit:

„Wir erlebten zusammen eine wunderschöne Woche, wir merken immer wieder – unsere Tiere sind Brückenbauer, sie öffnen Seelen!“


Text und Bild: Mike Knöll

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